Aufbau der Hüfte

Letzte Änderung: 13.03.2015

Das Wichtigste in Kürze

Die Beine sind über das Hüftgelenk am Körperstamm angebracht. Das Hüftgelenk setzt sich aus dem oberen Ende vom Oberschenkel (dem „Hüftkopf“) und einer Mulde im Beckenknochen (der sogenannten „Hüftpfanne“) zusammen. Der Bau des Hüftgelenks ermöglicht eine große Beweglichkeit des Beins. Die Hüftmuskulatur erzeugt die Bewegungen in der Hüfte, die unter anderem für das Gehen nötig sind. Weil das Hüftgelenk große Kräfte aushalten muss, wird es von außen durch Bänder und die Hüftmuskulatur verstärkt.

Wie ist das Hüftgelenk aufgebaut?

Knochen

Das Hüftgelenk besteht aus zwei Teilen: dem Hüftkopf und der Hüftpfanne.

Der Hüftkopf ist das obere Ende des Oberschenkelknochens. Dieser Teil des Knochens sieht kugelförmig aus. Der Hüftkopf ist über den Oberschenkelhals mit dem übrigen Oberschenkelknochen verbunden. Der Oberschenkelhals und der übrige Oberschenkelknochen bilden zwischen sich einen Winkel. Ist der Winkel zu groß oder zu klein, können Beinfehlstellungen entstehen.

Das Becken und die Hüftgelenke in der Ansicht von vorne

Das Becken und die Hüftgelenke in der Ansicht von vorne
1
2
3
4
1 Wirbelsäule
2 Becken
3 Hüftkopf
4 Oberschenkelknochen

Die Hüftpfanne kann man sich als eine Mulde im Beckenknochen vorstellen. In dieser Mulde liegt der Hüftkopf. Die Hüftpfanne wird vom Beckenknochen gebildet. Der Beckenknochen wiederum besteht aus drei Knochen: dem Darmbein, dem Sitzbein und dem Schambein. Diese drei Knochen sind miteinander verwachsen.

Das Becken und die Hüftgelenke in der Ansicht von schräg vorne links

Das Becken und die Hüftgelenke in der Ansicht von schräg vorne links
1
2
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4
1 Beckenknochen
2 Hüftpfanne
3 Hüftkopf
4 Oberschenkelknochen

Mein Körper

Um sich die Form dieses Gelenks zu veranschaulichen, können Sie ihre Hände verwenden: Ballen sie eine Hand zur Faust. Das ist der Hüftkopf. Formen Sie ihre andere Hand zu einer Mulde. Sie stellt die Hüftpfanne dar. Wenn sie jetzt mit der muldenförmigen Hand die Faust umschließen, sehen Sie, wie das Hüftgelenk aufgebaut ist: der Hüftkopf liegt in der Pfanne und ist durch seine Kugelform sehr beweglich.

Durch das Hüftgelenk können wir das ganze Bein nach vorn, nach hinten und zur Seite bewegen. Wir können es auch nach innen und nach außen drehen.

Das Innere des Gelenks

Man nennt die Stellen, an denen Hüftkopf und Hüftpfanne aufeinander treffen, auch Gelenkflächen. Die Knochen berühren sich jedoch nicht ganz, zwischen ihnen liegt ein schmaler Spalt, der Gelenkspalt.

Die Gelenkflächen sind mit einer glatten Knorpelschicht überzogen, damit sie sich möglichst reibungsarm gegeneinander bewegen können. Zusätzlich befindet sich in dem Gelenkspalt zwischen Hüftkopf und Hüftpfanne eine Flüssigkeit. Sie ermöglicht das Gleiten der beiden Gelenkflächen und heißt deshalb auch Gleitschmiere. Außerdem ernährt die Gleitschmiere den Knorpel auf den Gelenkflächen.

Das Äußere des Gelenks

Das ganze Gelenk ist von einer Gelenkkapsel umhüllt. Die Kapsel besteht aus festem Bindegewebe. Damit der Hüftkopf bei den großen Belastungen durch das Körpergewicht in der Pfanne bleibt, ist diese Kapsel durch drei kräftige Bänder von außen verstärkt. Um das Gelenk herum liegt die Hüftmuskulatur. Sie ermöglicht die Bewegungen in der Hüfte und stützt das Hüftgelenk zusätzlich ab.

Hüftmuskulatur

Rund um das Hüftgelenk liegen kräftige Muskeln, die für die Beweglichkeit und Kraft im Hüftbereich sorgen. Diese Muskeln sind unter anderem für das Gehen wichtig. Die Muskeln werden in Gruppen eingeteilt, je nachdem, welche Bewegung sie ausführen.

Im Bereich der Hüfte gibt es:

  • Muskeln, die das Bein in der Hüfte strecken,
  • Muskeln, die das Bein in der Hüfte beugen,
  • Muskeln, die das Bein zur Seite abwinkeln,
  • Muskeln, die das Bein zum anderen Bein heranführen,
  • Muskeln, die das Bein nach außen drehen und
  • Muskeln, die das Bein nach innen drehen.

Die Muskeln beginnen am Beckenknochen und enden am Oberschenkelknochen, zum Beispiel im Bereich des Oberschenkelhalses. Dort gibt es Knochenvorsprünge, an denen die Muskeln befestigt sind. Muskeln sind über Sehnen im Knochen verankert. Oft liegen in der Nähe des Gelenks und um die Sehnen herum Schleimbeutel. Sie funktionieren wie eine Art Polster. Sie verhindern, dass die Gewebe aneinander reiben und aufeinander drücken.

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