Befunddolmetscher

Die Erklärungshilfe für Ihren medizinischen Befund.

Ein Beispielbefund und dessen Übersetzung

So könnte der Befund nach einer Computertomographie-Untersuchung von einem gesunden Knie aussehen:

Fahren Sie mit dem Mauszeiger über die unterstrichenen Textpassagen, um hervorzuheben, welche Erklärung zu welchem Fachbegriff gehört.

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Der Aufbau eines CT-Befundes

Ein CT-Befund ist in der Regel aus verschiedenen Abschnitten aufgebaut. Dazu gehören:

  • Die Patientendaten – Um den CT-Befund später eindeutig einem Patienten zuordnen zu können, werden der Name des Patienten und meistens auch das Geburtsdatum und die Anschrift angegeben.
  • Die Indikation – Hier wird erklärt, warum die Untersuchung durchgeführt werden soll. Häufig findet man in diesem Abschnitt auch Informationen über die Krankengeschichte des Patienten.
  • Die Technik – Dieser Abschnitt liefert Informationen zu dem genauen Vorgehen bei der Untersuchung und zu den Aufnahmetechniken. Das ist zum Beispiel wichtig, um auch in nachfolgenden Untersuchungen Vergleiche anstellen zu können.
  • Der Befund – In diesem Abschnitt berichtet der Arzt darüber, was auf den CT-Bildern zu sehen ist. Häufig findet hier noch keine Beurteilung des Gesehenen statt, sondern lediglich die Beschreibung.
  • Die Beurteilung – Sie ist für den behandelnden Arzt der wichtigste Teil des Befundes. In der Beurteilung interpretiert der Röntgenarzt das auf den CT-Bildern Gesehene und stellt eventuell eine Diagnose.

Originalbefund

Übersetzung

Sehr geehrter Herr Kollege,
vielen Dank für die freundliche Überweisung Ihrer Patientin Maxi Mustermann, geb. 22.05.1967

CT des rechten Kniegelenkes

Computertomographie des rechten Kniegelenkes

Indikation:

z.A. Fraktur nach Trauma, im konventionellen Röntgenbild kein sicherer Nachweis einer Fraktur

Warum diese Untersuchung nötig ist:

Die Computertomographie-Untersuchung des rechten Kniegelenks wurde nach einer vorangegangenem Verletzung durchgeführt. Es soll ein Knochenbruch ausgeschlossen werden.

  • Die Abkürzung „z.A.“ bedeutet zum Ausschluss.

In einer bereits durchgeführten Röntgenuntersuchung konnte kein Knochenbruch erkannt werden.

Technik:

MS- CT des Kniegelenkes mit Sekundärrekonstruktionen sagittal und coronar im Knochen- und Weichteilfenster.

Untersuchungstechnik:

Es wurde eine spezielle Computertomographieuntersuchung des rechten Kniegelenkes durchgeführt. Dabei wurden für zwei spezielle Darstellungen nachträglich noch Schnittbilder aus zwei Blickrichtungen berechnet. Zum einen wurden Bilder mit der Blickrichtung von vorn nach hinten erstellt und zum anderen Bilder mit dem Blick von der Seite.

In den speziellen Darstellungen kann man die Knochen und die weichen Gewebe, wie zum Beispiel Muskeln und Fettgewebe, besonders gut sehen.

Befund:

Regelrechte Artikulation. Knochenstruktur regelrecht.

Was man auf den Bildern sieht:

Man sieht im Bild, dass die Knochen des Kniegelenkes das Kniegelenk normal bilden. Auch der innere Aufbau des Knochens ist normal.

Glatte und scharfe Kortikalisbegrenzung von distalem Femur und proximaler Tibia und Fibula. Glatte Patellakontur.

Am unteren Ende des Oberschenkels und am oberen Ende von Schienbein und Wadenbein hat die außen liegende Knochenrinde einen glatten Rand. Der Umriss der Kniescheibe ist glatt.

Unauffällige Abbildung der Eminentia intercondylaris. Kein Nachweis intraossärer Destruktionen. Kein Anhalt für intra- und periartikuläre Verkalkungen.

Die Knochenerhebung auf dem oberen Ende des Schienbeinknochens sieht auf den Bildern normal aus. Es sind keine Zerstörungen im Knochen zu erkennen. Im Gelenk selbst und um das Gelenk herum sind keine Verkalkungen erkennbar.

Kein Gelenkerguss. Unauffällig abgebildete Muskulatur. Kein pathologischer Befund im subcutanen Fettgewebe.

Es gibt keine vermehrte Flüssigkeitsansammlung im Kniegelenk. Die Muskeln sehen normal aus. Es sind keine krankhaften Veränderungen in dem Fettgewebe unter der Haut erkennbar.

Beurteilung:

Unauffälliger Befund des Kniegelenkes.

Was das auf den Bildern Gesehene bedeutet:

Das Kniegelenk sieht auf den Bildern normal aus.

Letzte Änderung: 01.05.2015