Röntgen-Untersuchung

Letzte Änderung: 13.09.2016

Das Wichtigste in Kürze

Bei einer Röntgen-Untersuchung werden Bilder vom Fuß gemacht. Dabei kommen Röntgenstrahlen zum Einsatz. Sie werden von einer Röntgen-Röhre durch den Körper hindurchgeschickt. Das Bild entsteht dann dadurch, dass die Röntgen-Strahlung unterschiedlich gut durch verschiedene Gewebe hindurchkommt. Röntgen-Untersuchungen vom Fuß eignen sich vor allem um festzustellen, ob Veränderungen an den Knochen vorliegen.

Die Röntgen-Strahlung kann das Erbgut von Zellen schädigen. Bei einer einfachen Röntgen-Untersuchung wird vergleichsweise wenig Röntgen-Strahlung freigesetzt. Die Technik wird zusätzlich weiter entwickelt, um die Strahlung immer weiter zu verringern.

Was ist eine Röntgen-Untersuchung?

Prinzip und Nutzen von Röntgen-Untersuchungen

Mit Hilfe einer Röntgen-Untersuchung werden Bilder vom Inneren des Körpers aufgenommen. Röntgen-Bilder entstehen durch eine bestimmte Form der Strahlung. Sie wird nach ihrem Entdecker Wilhelm Conrad Röntgen „Röntgen-Strahlung“ genannt.

Was ist Röntgen-Strahlung?

Röntgen-Strahlen sind elektromagnetische Wellen. Zu dieser Art von Strahlen gehört zum Beispiel auch die UV-Strahlung, die einen Sonnenbrand verursachen kann.

Röntgen-Strahlen enthalten Energie. Sie werden in einer Röntgen-Röhre erzeugt. Eine Röntgen-Röhre können Sie sich so ähnlich wie eine Lampe vorstellen. Die Röntgen-Röhre erzeugt unsichtbare Röntgen-Strahlung anstelle von Licht. Die Röntgen-Röhre erzeugt nur dann Röntgen-Strahlen, wenn sie angeschaltet wird.

Bei verschiedenen elektrischen Spannungen entstehen verschiedene Arten von Röntgen-Strahlen. Man unterscheidet harte und weiche Strahlen. Harte Röntgen-Strahlen durchdringen das Gewebe ziemlich gut. Weiche Röntgen-Strahlen werden vom Gewebe stark aufgenommen. Darum nutzt man harte Röntgen-Strahlen vor allem für die Untersuchung von Knochen, weiche Röntgen-Strahlung dagegen bei weicheren Geweben wie zum Beispiel dem Brustgewebe.

Das Prinzip der Untersuchung ist, dass Röntgen-Strahlen durch den Körper hindurch geschickt werden. Verschiedene Gewebe sind verschieden durchlässig für Röntgenstrahlen. Ein Röntgen-Strahler sendet die Strahlen auf einer Seite des Körpers aus. Auf der anderen Seite des Körpers ist ein Röntgen-Empfänger. Heutzutage sind das überwiegend elektronische Empfänger. Sie übermitteln die Informationen an einen Computer, der dann daraus ein Bild erstellt. Früher waren die Röntgen-Empfänger Bildplatten, die entwickelt werden mussten – so ähnlich wie bei der Fotografie.

Je nachdem, wie durchlässig die Gewebe für die Röntgen-Strahlen sind, kommt unterschiedlich viel Röntgen-Strahlung beim Röntgen-Empfänger an. Knochen lässt zum Beispiel weniger Röntgen-Strahlung durch als Muskeln oder Bindegewebe. Der Knochen ist dann im Bild zu sehen, weil hinter dem Knochen keine Röntgen-Strahlung auf dem Empfänger ankommt. Sie können sich das so ähnlich vorstellen wie bei einer Lampe, die ihr Licht auf eine Wand wirft. Die Lampe ist der Röntgen-Sender, die Wand der Röntgen-Empfänger. Das Licht stellt die Röntgen-Strahlung dar.

  • Wenn Sie eine durchsichtige Folie vor die Lampe halten, dann wirft sie keinen oder nur einen sehr schwachen Schatten. Es wird viel Strahlung durchgelassen.
  • Wenn Sie eine farbige Folie vor die Lampe halten, dann wirft sie einen farbigen Schatten. Es wird nur ein Teil der Strahlung durchgelassen.
  • Wenn Sie ein Stück Pappe vor die Lampe halten, dann wirft sie einen dunklen Schatten. Es wird keine Strahlung durchgelassen.

Wenn Sie aus den drei Materialien ein Bild zusammen setzen würden, dann würde ein ganz gemischter Schatten an die Wand geworfen werden. So ist es auch beim Körper: die verschiedenen Gewebe lassen die Röntgen-Strahlen unterschiedlich stark durch und sind deshalb unterschiedlich hell und dunkel im Bild zu sehen.

Überlagerung im Röntgenbild

Bei einer Röntgen-Untersuchung entstehen Überlagerungsbilder. Man nennt sie auch Projektionsbilder. Das bedeutet, dass der dreidimensionale Körper auf einem zweidimensionalen Bild aufgenommen wird. Im Bild überlagern sich dann die Bereiche, die normalerweise hintereinander liegen würden. Am Fuß sind zum Beispiel die Knochen im hinteren Teil des Fußes alle an der selben Stelle im Bild zu sehen.

Manche Bereiche vom Fuß können durch die Überlagerung nicht ganz sicher untersucht werden. Das kann ein Nachteil bei Röntgen-Untersuchungen sein. Oft werden daher Aufnahmen in mehreren Richtungen angefertigt, um diesen Nachteil auszugleichen. Zum Beispiel kann der Fuß einmal von vorn und einmal von der Seite oder von oben aufgenommen werden.

Warum wurde eine Röntgen-Untersuchung vom Fuß gemacht?

Der behandelnde Arzt möchte mit Hilfe der Röntgen-Untersuchung den Fuß untersuchen. Möglicherweise haben Sie dort Beschwerden, es ist eine Krankheit bekannt oder eine Operation wurde bei Ihnen durchgeführt.

Röntgen-Untersuchungen haben den Vorteil, dass sie schnell durchgeführt werden können. Im Vergleich zur Computertomographie wird bei einer Röntgen-Untersuchung deutlich weniger Röntgen-Strahlung benötigt.

Was können die Ärzte in der Untersuchung sehen?

Eine Röntgen-Untersuchung vom Fuß wird vor allem gemacht, um die Knochen zu untersuchen.

Ein Röntgenbild entsteht dadurch, dass die Röntgen-Strahlen mehr oder weniger gut durch das Gewebe hindurch gelassen werden. Weil die Röntgen-Strahlung Knochen wenig durchdringt, sind Knochen im Röntgenbild gut zu sehen. Bei einer Aufnahme vom Fuß kann man die Unterschenkel-Knochen und die vielen kleinen Fußknochen sehen. Die Weichgewebe, also zum Beispiel Bänder und Muskeln, lassen die Röntgen-Strahlung gut durch. Dadurch sind sie im Röntgenbild kaum zu sehen.

Eine Röntgen-Untersuchung vom Fuß wird deshalb vor allem bei folgenden Fragestellungen durchgeführt:

  • Gibt es einen Knochenbruch oder Schäden am Knochen?
  • Ist die Stellungen der Knochen zueinander verändert?
  • Ist der Gelenkspalt in den Fußgelenken schmaler oder breiter als normal?
  • Gibt es Schäden oder Veränderungen im Inneren des Knochens?
  • Sind Verkalkungen an den Muskeln vorhanden?

Manchmal macht der Arzt auch Röntgen-Aufnahmen vom Fuß, um sich den Heilungsverlauf nach einem Knochenbruch oder einer Operation am Fuß anzuschauen.

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