CT-Untersuchung

Letzte Änderung: 13.09.2016

Das Wichtigste in Kürze

Die Computer-Tomographie (CT) ist eine Untersuchung, bei der scheibenförmige Bilder von Ihrer Hand gemacht werden. Bei einer CT-Untersuchung werden Röntgen-Strahlen durch den Körper geschickt. Anschließend wird gemessen, wie viel von dieser Strahlung auf der anderen Seite des Körpers ankommt. Ein Computer rechnet die Messungen in Bilder Ihrer Hand um.

Die verwendete Röntgen-Strahlung kann das Erbgut von Zellen schädigen. Um unnötige Strahlen zu vermeiden, wird die Menge der Röntgen-Strahlung Ihrem Körpergewicht und dem zu untersuchenden Körper-Abschnitt angepasst. Die Technik wird zusätzlich weiter entwickelt, um die Strahlung immer weiter zu verringern.

Die CT-Untersuchung wird bei verschiedenen Fragestellungen und Krankheiten eingesetzt. Sie eignet sich sehr gut, um schnell Bilder von der Hand zu erhalten. Auf den Bildern kann man vor allem die Knochen der Hand gut beurteilen.

Was ist eine CT-Untersuchung und wozu wird sie gemacht?

Prinzip und Nutzen der CT-Untersuchung

Die CT ist eine Untersuchung, bei der Bilder von Ihrem Körperinneren gemacht werden. Ausgeschrieben heißt sie „Computer-Tomographie“. Der Begriff „Computer-Tomographie“ setzt sich aus mehreren Begriffen zusammen. „Tome“ bedeutet „Schnitt“ und „graphein“ bedeutet „schreiben“. Ein Computer erfasst die Informationen und erstellt daraus die Bilder.

Technik der CT-Untersuchung

Die CT-Untersuchung arbeitet mit Röntgen-Strahlen. Sie ist im Vergleich zu einer normalen Röntgen-Untersuchung mit einer deutlich höheren Strahlenbelastung für den Körper verbunden.

Röntgen-Strahlen sind elektromagnetische Wellen. Zu dieser Art von Strahlen gehört zum Beispiel auch die UV-Strahlung, die einen Sonnenbrand verursachen kann.

Röntgen-Strahlen enthalten Energie. Sie werden in einer Röntgen-Röhre erzeugt. Eine Röntgen-Röhre können Sie sich so ähnlich wie eine Lampe vorstellen. Die Röntgen-Röhre erzeugt unsichtbare Röntgen-Strahlung anstelle von Licht. Die Röntgen-Röhre erzeugt nur dann Röntgen-Strahlen, wenn sie angeschaltet wird.

Bei der CT-Untersuchung durchdringen die Röntgen-Strahlen fächerförmig die Hand. Auf der gegenüberliegenden Seite werden die Röntgen-Strahlen von einer Art Kamera aufgenommen. Man nennt die Kamera auch Detektor. Die Gewebe sind unterschiedlich dicht. Je nach der Dichte lassen die Gewebe mehr oder weniger Röntgen-Strahlung hindurch. Knochen zum Beispiel ist sehr dicht und lässt nur wenig Röntgen-Strahlung hindurch. Durch Wasser hingegen lässt viel Röntgen-Strahlung hindurch. Die Kamera nimmt die unterschiedliche Menge an durchgelassener Röntgen-Strahlung wahr und gibt diese Information an den Computer weiter.

Durch die verschiedenen Informationen über die Röntgen-Strahlung werden die einzelnen Gewebe in unterschiedlichen Graustufen im CT-Bild wiedergegeben. Die einzelnen Graustufen können bestimmten Zahlenwerten zugeordnet werden. Die genauen Zahlenangaben werden in Hounsfield-Einheiten ausgedrückt.

Für verschiedene Gewebe gibt es verschiedene Einstellungen. Für die Beurteilung der Knochen gibt es eine andere Einstellung als für die Beurteilung der Muskeln. Die Einstellungen heißen Fenster. Bei einer CT-Untersuchungen von der Hand sind vor allem das Knochen-Fenster und das Weichteil-Fenster von Bedeutung.

Im Knochen-Fenster kann man die einzelnen Knochen der Hand sehr gut sehen. Im Weichteil-Fenster können vor allem die weichen Gewebe, also Muskeln, Sehnen, Bänder und Fettgewebe sehr gut beurteilt werden.

Um eine gute Übersicht über das Körperinnere zu erhalten, wird die Hand auf den CT-Aufnahmen in scheibenförmige Bilder geschnitten. Sie können sich das so ähnlich vorstellen, als würde man eine Salami in Scheiben schneiden.

Auf den CT-Bildern schaut der Arzt Scheibe für Scheibe in Ihre Hand hinein. Dadurch kann der Arzt die Form, die Lage, die Größe und die Beschaffenheit der Knochen und Gewebe der Hand untersuchen.

Ansichten von der Hand

Damit sich der Arzt ein genaues Bild von Ihrem Körper machen kann, wählt er verschiedene Ansichten. Dadurch kann der Arzt sich die Hand aus verschiedenen Richtungen anschauen. Der Arzt verwendet folgende Fachbegriffe, um diese Richtungen zu beschreiben:

  • Axial heißt, dass der Arzt sich die Hand von den Fingerspitzen aus ansieht.
  • Coronar heißt, dass der Arzt sich die Hand von der Handfläche aus ansieht.
  • Sagittal heißt, dass der Arzt sich die Hand von der Handkante anschaut.

Warum wurde eine CT-Untersuchung der Hand gemacht?

Der behandelnde Arzt möchte mit Hilfe der CT-Untersuchung das Innere von der Hand anschauen. Möglicherweise haben Sie an der Hand Beschwerden, es ist eine Krankheit bekannt oder eine Operation wurde durchgeführt.

Eine CT-Untersuchung wird häufig angewendet, wenn der Arzt eine Knochenerkrankung im Bereich der Hand vermutet. Die Untersuchung kommt zum Beispiel nach Unfällen zum Einsatz. Der Arzt kann dann mit Hilfe der Untersuchung schwierige Knochen-Brüche im Bereich des Hand genauer beurteilen.

Was kann der Arzt in den Aufnahmen der Hand sehen?

Bei einer CT-Untersuchung können vor allem die Knochen der Hand gut beurteilt werden. Die Röntgen-Strahlung, die bei einer CT-Untersuchung zum Einsatz kommt, kann jedoch das Erbgut von Zellen schädigen. Daher wird die CT-Untersuchung meist erst durchgeführt, wenn mit Hilfe anderer Untersuchungen einige Fragen nicht geklärt werden konnten. Es können verschiedene Veränderungen an der Hand erkannt werden. Dazu gehören:

  • Knochenbrüche, zum Beispiel an den Fingerknochen
  • verschleißbedingte Veränderungen der Gelenke an der Hand
  • eine veränderte Stellung der Knochen in den Gelenken der Hand zueinander
  • Verkalkungen in Bändern oder in Muskeln
  • Verletzungen der Sehnen
  • eine vermehrte Flüssigkeitsansammlung in den Gelenken der Hand
  • Veränderungen der Blutgefäße
  • Erkrankungen, bei denen sich Gewebe vermehrt.

Kontrastmittel

Kontrastmittel ist eine Flüssigkeit. Kontrastmittel kann in ein Blutgefäß gespritzt werden. Kontrastmittel hilft dabei, dass sich die einzelnen Gewebe in der CT-Untersuchung deutlicher voneinander abheben. Dadurch sind diese Gewebe im Bild besser zu erkennen und können eindeutiger untersucht werden.

Außerdem kann man mit Hilfe von Kontrastmittel die Durchblutung von Gewebe untersuchen. Wenn Gewebe stark durchblutet wird, dann gelangt dort mehr Kontrastmittel hin. Diese Bereiche sind dann heller. Die Verteilung des Kontrastmittels im Gewebe kann für den Arzt ein Hinweis auf krankhafte Veränderungen sein. Manchmal sind krankhafte Veränderungen sogar erst nach der Gabe von Kontrastmittel zu erkennen.

Für eine CT-Untersuchung der Hand wird nur selten Kontrastmittel verwendet. Das Kontrastmittel ist dann meist jodhaltig und kann über ein Blutgefäß oder direkt in ein Gelenk der Hand gespritzt werden. Da das Kontrastmittel sowohl die Funktion der Schilddrüse als auch die Funktion der Nieren beeinflussen kann, muss zuvor mit einer Blutuntersuchung kontrolliert werden, ob die Nieren und die Schilddrüse normal arbeiten.

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