Epiphyseolysis capitis femoris

Letzte Änderung: 01.12.2025

Bei einer Epiphyseolysis capitis femoris löst sich die Wachstumsfuge am oberen Ende des Oberschenkelknochens vom Knochenschaft.

Bei Kindern und Jugendlichen befindet sich zwischen dem Ende eines Knochens und dem Knochenschaft die Wachstumsfuge. Dort bildet sich während des Knochenwachstums neuer Knochen.

Die Epiphyseolysis capitis femoris ist eine Erkrankung der Wachstumsfuge. Dabei löst sich das obere Ende des Oberschenkelknochens vom Knochenschaft. Dadurch können sich das Ende des Oberschenkelknochens und der Knochenschaft gegeneinander verschieben.

Im Bereich der Wachstumsfuge befinden sich Blutgefäße, die das obere Ende des Oberschenkelknochens mit Sauerstoff versorgen. Durch die Ablösung von Wachstumsfuge und Knochenschaft kann diese Gefäßversorgung gestört werden. Dann kann das obere Ende des Oberschenkelknochens nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Das kann zu Schäden am Knochen oder einem Absterben des Knochens führen.

Die Erkrankung betrifft vor allem Jungen in der Pubertät. Die Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt. Bekannt ist aber, dass die Erkrankung häufiger auftritt bei übergewichtigen oder sehr großen Menschen und auch Veränderungen der Botenstoffe im Körper die Erkrankung begünstigen können. Die Erkrankung kann sich durch Schmerzen im Kniegelenk äußern. Zusätzlich kann das Bein im Hüftgelenk möglicherweise nicht nach innen gedreht werden.

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Christine Engeland
Christine Engeland Ärztin Dresden