Befunddolmetscher

Die Erklärungshilfe für Ihren medizinischen Befund.

Laminotomie

Sonografie Hüfte

Eine Laminotomie wird manchmal bei einer Operation an der Wirbelsäule durchgeführt. Dabei wird ein Teil des Wirbelbogens entfernt.

Ein Wirbel besteht grob aus einem Wirbelkörper und einem Wirbelbogen. Der Wirbelkörper ist zylinderförmig und trägt die Last des Körpers. Der Wirbelbogen ist eine Art offener Knochenring. Gemeinsam mit der Hinterkante des Wirbelkörpers bildet der Wirbelbogen einen geschlossenen Ring. Die Wirbelbögen der einzelnen Wirbel formen gemeinsam den Wirbelkanal, in dem das Rückenmark verläuft.

Je nachdem, um welchen Wirbel es sich handelt, gehen vom Wirbelbogen verschiedene Knochenfortsätze aus. Nach rechts und links seitlich ziehende Knochenfortsätze an den Wirbeln nennt man Querfortsätze. Nach hinten ziehende Knochenfortsätze werden Dornfortsätze genannt.

Der Anteil des Wirbelbogens zwischen Quer- und Dornfortsatz wird auch als Lamina bezeichnet. Bei einer Laminotomie wird ein Teil dieses Wirbelbogens entfernt. Eine Laminotomie wird durchgeführt, um sich Zugang zum Wirbelkanal zu verschaffen. Auf diese Weise wird eine Operation am Rückenmark oder an den Bandscheiben ermöglicht.