Befunddolmetscher

Die Erklärungshilfe für Ihren medizinischen Befund.

Pseudoradikulärsyndrom

Röntgen Wirbelsäule

Von einem Radikulärsyndrom spricht man, wenn der Anfangsbereich eines Rückenmarksnerven gereizt oder geschädigt ist. Die Rückenmarksnerven übermitteln Informationen zwischen dem Rückenmark und dem Körper.

Ein Radikulärsyndrom kann zu verschiedenen Beschwerden führen, unter anderem zu Schmerzen, Muskelschwäche oder Gefühlsstörungen. Diese Empfindungen treten in dem Gebiet auf, für das der betroffene Rückenmarksnerv normalerweise zuständig ist. Da jeder Rückenmarksnerv ein bestimmtes Gebiet versorgt, lässt das Beschwerdebild des Patienten häufig Rückschlüsse auf den betroffenen Nerven zu. Bei einem Pseudoradikulärsyndrom lassen sich die Beschwerden des Patienten nicht ganz eindeutig einem Rückenmarksnerven zuordnen.

Als Ursache für ein Pseudoradikulärsyndrom kommen unter anderem Veränderungen an den Bandscheiben zwischen den Wirbeln, eine Einblutung oder eine Entzündung in Frage. Häufiger liegen jedoch weniger schwerwiegende Erkrankungen wie Gelenkblockierungen oder Verschleißerkrankungen der Wirbelgelenke zu Grunde.