Befunddolmetscher

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Röntgen Thorax im Überblick

Das Wichtigste in Kürze

Bei einer Röntgen-Untersuchung werden Bilder vom Körperinneren gemacht. Dabei kommen Röntgenstrahlen zum Einsatz. Sie werden von einer Röntgenröhre durch den Körper hindurchgeschickt. Das Bild entsteht dann dadurch, dass die Röntgenstrahlung unterschiedlich gut durch verschiedene Gewebe hindurchkommt. Röntgen-Untersuchungen des Brustkorbs eignen sich vor allem um festzustellen, ob Veränderungen am Herzen, an der Lunge oder an den Knochen des Brustkorbs vorliegen.

Die Röntgenstrahlung kann das Erbgut von Zellen schädigen. Bei einer einfachen Röntgen-Untersuchung wird vergleichsweise wenig Röntgenstrahlung freigesetzt. Durch Weiterentwicklung der Technik wird versucht, die Strahlung immer weiter zu verringern.

Was ist Röntgen und warum wird es gemacht?

Prinzip und Nutzen von Röntgen-Untersuchungen

Mit Hilfe einer Röntgen-Untersuchung werden Bilder vom Inneren des Körpers aufgenommen. Röntgenbilder entstehen durch eine bestimmte Form der Strahlung. Sie wird nach ihrem Entdecker Wilhelm Conrad Röntgen „Röntgenstrahlung“ genannt.

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Was ist Röntgenstrahlung?

Röntgenstrahlen sind sogenannte elektromagnetische Wellen. Zu dieser Art von Strahlen gehört zum Beispiel auch die UV-Strahlung, die einen Sonnenbrand verursachen kann.

Röntgenstrahlen enthalten Energie. Sie werden in einer Röntgenröhre erzeugt. Eine Röntgenröhre können Sie sich so ähnlich wie eine Lampe vorstellen, mit dem Unterschied, dass sie unsichtbare Röntgenstrahlung anstelle von Licht erzeugt. Die Röntgenröhre erzeugt nur dann Röntgenstrahlen, wenn an sie eine elektrische Spannung angelegt wird.

Bei verschiedenen elektrischen Spannungen entstehen verschiedene Arten von Röntgenstrahlen. Man unterscheidet harte und weiche Strahlen. Harte Röntgenstrahlen durchdringen das Gewebe ziemlich gut. Weiche Röntgenstrahlen werden vom Gewebe stark aufgenommen. Darum nutzt man harte Röntgenstrahlen vor allem für die Untersuchung von Knochen, weiche Röntgenstrahlung dagegen bei weicheren Geweben wie zum Beispiel dem Brustgewebe.

Das Prinzip der Untersuchung ist, dass Röntgenstrahlen durch den Körper hindurch geschickt werden. Verschiedene Gewebe sind verschieden durchlässig für Röntgenstrahlen.

Ein Röntgenstrahler sendet die Strahlen auf einer Seite des Körpers aus. Auf der anderen Seite des Körpers ist ein Röntgenempfänger. Heutzutage sind das überwiegend elektronische Empfänger. Sie übermitteln die Informationen an einen Computer, der dann daraus ein Bild erstellt. Früher waren die Röntgenempfänger Bildplatten, die entwickelt werden mussten – so ähnlich wie bei der Fotografie.

Je nachdem, wie durchlässig die Gewebe für die Röntgenstrahlen sind, kommt unterschiedlich viel Röntgenstrahlung beim Röntgenempfänger an. Knochen lässt zum Beispiel weniger Röntgenstrahlung durch als Muskeln oder Bindegewebe. Der Knochen ist dann im Bild zu sehen, weil hinter dem Knochen keine Röntgenstrahlung auf dem Empfänger ankommt. Sie können sich das so ähnlich vorstellen wie bei einer Lampe, die Ihr Licht auf eine Wand wirft. Die Lampe ist der Röntgensender, die Wand der Röntgenempfänger. Das Licht stellt die Röntgenstrahlung dar.

  • Wenn Sie eine durchsichtige Folie vor die Lampe halten, wirft sie keinen oder nur einen sehr schwachen Schatten (viel Strahlung wird durchgelassen).
  • Wenn Sie eine farbige Folie vor die Lampe halten, wirft sie einen farbigen Schatten (nur ein Teil der Strahlung wird durchgelassen).
  • Wenn sie ein Stück Pappe vor die Lampe halten, wirft sie einen dunklen Schatten (keine Strahlung wird durchgelassen).

Wenn sie aus den drei Materialien ein Bild zusammen setzen würden, würde ein ganz gemischter Schatten an die Wand geworfen werden. So ist es auch beim Körper: die verschiedenen Gewebe lassen die Röntgenstrahlen unterschiedlich stark durch und sind deshalb unterschiedlich hell und dunkel im Bild zu sehen.

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Überlagerung im Röntgenbild

Bei einer Röntgen-Untersuchung entstehen Überlagerungsbilder. Man nennt sie auch Projektionsbilder. Das bedeutet, dass der dreidimensionale Körper auf einem zweidimensionalen Bild aufgenommen wird. Im Bild überlagern sich dann die Bereiche, die normalerweise hintereinander liegen würden. Im Brustkorb sind zum Beispiel die Lunge und die davor und dahinter liegenden Rippen an der selben Stelle im Bild zu sehen.

Manche Organe und Bereiche des Körpers können durch die Überlagerung nicht ganz sicher untersucht werden. Das kann ein Nachteil bei Röntgen-Untersuchungen sein. Oft werden Aufnahmen in mehreren Richtungen angefertigt, um diesen Nachteil auszugleichen. Zum Beispiel kann der Brustkorb einmal von hinten und einmal von der Seite aufgenommen werden.

Warum wurde eine Röntgen-Untersuchung des Brustkorbs gemacht?

Der behandelnde Arzt möchte mit Hilfe der Röntgen-Untersuchung den Brustkorb untersuchen. Möglicherweise haben Sie dort Beschwerden, es ist eine Krankheit bekannt, oder eine Operation wurde bei Ihnen durchgeführt. Manchmal wird ein Röntgenbild des Brustkorbs auch in Vorbereitung auf eine Operation durchgeführt. Der Arzt möchte dann damit ausschließen, dass ernste, krankhafte Veränderungen an Herz und Lunge vorliegen.

Röntgen-Untersuchungen haben den Vorteil, dass sie schnell durchgeführt werden können. Im Vergleich zur Computertomographie wird bei einer Röntgen-Untersuchung deutlich weniger Röntgenstrahlung benötigt.

Was können die Ärzte in der Untersuchung sehen?

Röntgen-Untersuchungen des Brustkorbs eignen sich vor allem um festzustellen, ob Veränderungen an Herz, Lunge oder an den Knochen des Brustkorbs vorliegen.

Das Röntgenbild entsteht dadurch, dass die Röntgenstrahlen mehr oder weniger gut durch das Gewebe hindurch gelassen werden. Weil die Röntgenstrahlung Knochen wenig durchdringt, sind Knochen im Röntgenbild gut zu sehen. Bei einer Aufnahme des Brustkorbs kann man zum Beispiel Teile der Wirbelsäule, die Rippen sowie die Schlüsselbeine sehen.

Auch das Herz lässt nur wenig Röntgenstrahlung durch. Auf dem Röntgenbild kann der Arzt deshalb vor allem die Umrisse des Herzens gut erkennen.

Das Lungengewebe lässt die Röntgenstrahlung gut durch. Dadurch sind die beiden Lungenflügel im Röntgenbild normalerweise rechts und links als dunkle Flächen zu sehen. Die Blutgefäße in der Lunge kann der Arzt zum Teil als hellere Stellen in den dunklen Flächen erkennen.

Bei einer Röntgen-Untersuchung des Brustkorbs können verschiedene Veränderungen des Brustkorbs erkennbar werden. Dazu gehören:

  • Veränderungen an den Knochen (zum Beispiel Knochenbrüche)
  • Erkrankungen der Lunge (zum Beispiel Entzündungen)
  • Flüssigkeitsansammlungen in der Lunge
  • vermehrte Flüssigkeitsansammlungen im Bereich um die Lunge
  • Veränderungen der Form, der Lage udn der Größe des Herzens
  • Veränderungen der Luftröhre
  • Veränderungen der Form und der Lage des Raums zwischen den beiden Lungenflügeln
  • Geschwulsterkrankungen

Aber auch Fremdkörper oder Verkalkungen in Gefäßen können im Röntgenbild dargestellt werden. Auf dem Röntgenbild sind zudem die oberen Abschnitte des Bauches mit zu sehen. Daher kann der Arzt manchmal auch verschiedene Erkrankungen des Bauches sehen.

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Kontrastmittel

Kontrastmittel ist ein Untersuchungsmittel, das dabei helfen soll, dass sich die einzelnen Organe in der Untersuchung deutlicher voneinander abheben. Dadurch sind sie im Bild besser zu erkennen und können eindeutiger untersucht werden.

Bei Röntgen-Untersuchungen des Brustkorbs wird Kontrastmittel zum Teil für Untersuchungen der Speiseröhre eingesetzt. Das Kontrastmittel wird dann vor der Untersuchung getrunken.

Eine Untersuchung mit Kontrastmittel wird nur bei speziellen Fragestellungen durchgeführt, zum Beispiel, wenn der Arzt eine Verengung oder eine gestörte Funktion der Speiseröhre vermutet.

Letzte Änderung: 16.01.2014