Befunddolmetscher

Die Erklärungshilfe für Ihren medizinischen Befund.

Körperliche Untersuchung

Das Wichtigste in Kürze

Die körperliche Untersuchung ist eine Untersuchung, die der Arzt mit den eigenen Sinnen und wenigen Hilfsmitteln selbst durchführen kann. Die körperliche Untersuchung am Knie besteht aus vier Bereichen: Der Arzt schaut sich die Knie an, tastet sie ab, untersucht die Funktion der Kniegelenke und überprüft die Blutversorgung und die Nerven unterhalb des Knies.

Die körperliche Untersuchung ist fast immer der erste Schritt einer Untersuchung. Sie ist meistens sofort durchführbar und kann viele Fragen bereits vor weiterführenden Untersuchungen klären.

Was ist eine körperliche Untersuchung und wozu wird sie gemacht?

Die körperliche Untersuchung ist eine Untersuchung, die der Arzt mit den eigenen Sinnen und wenigen Hilfsmitteln selbst durchführen kann. Man nennt sie auch “klinische Untersuchung” oder “allgemeine Untersuchung”.

Sie folgt normalerweise direkt auf die Befragung des Patienten zu seinen Beschwerden. Mit der körperlichen Untersuchung kann der Arzt sich einen ersten Überblick über die möglichen Ursachen der Beschwerden verschaffen. Häufig gibt die Untersuchung schon sehr genaue Hinweise, ob und wo im Knie etwas kaputt ist. Nach der körperlichen Untersuchung kann der Arzt dann entscheiden, ob weitere Untersuchungen nötig sind und diese bei Bedarf veranlassen.

Die körperliche Untersuchung besteht in der Regel aus vier Schritten:

  • Inspektion (Anschauen)
  • Palpation (Betasten)
  • Funktionsprüfung sowie
  • Prüfung der Blutversorgung und der Nerven.

In den folgenden Abschnitten werden die einzelnen Teile der körperlichen Untersuchung erklärt.

Was passiert bei der Inspektion?

Bei der Inspektion betrachtet der Arzt das Knie genauer. Er schaut sich nicht nur das Knie im Liegen an, sondern auch, wenn der Patient steht und geht.

So kann man zum Beispiel ein Hinken erkennen, eine Fehlstellung der Beine oder eine Schwellung des Kniegelenks.

Was passiert bei der Palpation?

Die Palpation ist das Abtasten des Kniegelenks. Dabei kann zum Beispiel eine Schwellung des Kniegelenks genauer untersucht werden, es kann geprüft werden, ob es druckschmerzhafte Stellen am Knie gibt oder ob sich in der Kniekehle die Gelenkkapsel des Knies ausgestülpt hat.

Was passiert bei der Funktionsprüfung?

Bei der Funktionsprüfung wird die Beweglichkeit des Knies getestet. Es werden auch Untersuchungen der Bänder im Bereich des Knies sowie Tests für die Knorpelscheiben im Kniegelenk – die Menisken – durchgeführt.

Dabei kann man folgende Dinge am Knie prüfen:

  • Wie gut kann der Patient das Knie beugen und strecken und wie weit lässt es sich ohne Hilfe des Patienten durch den untersuchenden Arzt bewegen?
  • Gibt es Hinweise darauf, dass die Knorpelscheiben im Kniegelenk beschädigt sind?
  • Sind die Bänder, die das Knie an der Außenseite und der Innenseite stabil halten, straff genug?
  • Sind die Kreuzbänder im Inneren des Kniegelenks stabil genug?

Was passiert bei der Prüfung der Blutversorgung und der Nerven?

Insbesondere nach Verletzungen prüft man zusätzlich, ob die Blutgefäße und die Nerven, die am Knie entlang in den Unterschenkel und den Fuß ziehen, in Ordnung sind.

Dazu testet der Arzt die Kraft und das Empfinden des Patienten im Bein und schaut, ob die Zehen gut durchblutet sind.

Was kann bei der körperlichen Untersuchung festgestellt werden?

Die körperliche Untersuchung ist eine sehr wichtige Untersuchungsmethode. Sie hilft dabei, die Beschwerden des Patienten besser einzuordnen. Häufig kann bereits die körperliche Untersuchung einen genauen Hinweis darauf geben, ob im Knie etwas kaputt ist und welche weiteren Untersuchungen dann nötig sind.

Sie wird vom Arzt immer dazu genutzt, dass er sich einen Eindruck von den Beschwerden des Patienten verschaffen kann. Sie ist häufig aber auch schon ausreichend, um eine Diagnose zu stellen.

Da für die Untersuchung keine oder wenige technische Hilfsmittel benötigt werden, ist sie überall gut durchführbar und hat bei richtiger Durchführung kaum Risiken für den Patienten.

Letzte Änderung: 28.08.2013