Befunddolmetscher

Die Erklärungshilfe für Ihren medizinischen Befund.

Pulmonalvenenisolation

Herzkatheter

Die Pulmonalvenen-Isolation ist eine Behandlung vom Vorhofflimmern.

Die Herzströme sorgen dafür, dass das Herz schlägt. Damit das Herz geordnet schlägt, fließen die Herzströme normalerweise auf einem festgelegten Weg durch das Herz. Bei einem Vorhofflimmern geraten die Herzströme durcheinander. Dadurch schlagen die Herzvorhöfe viel zu schnell.

Die Pulmonalvenen sind Blutgefäße, die Blut von der Lunge zum Herzen leiten. Die Pulmonalvenen heißen auch Lungenvenen. Die Lungenvenen münden in das Herz. An der Einmündung geraten die Herzströme beim Vorhofflimmern manchmal durcheinander.

Die Pulmonalvenen-Isolation wird mit einem Herzkatheter durchgeführt. Für eine Herzkatheter-Untersuchung wird zunächst ein langer, dünner Kunststoff-Schlauch in ein Blutgefäß eingeführt. Er wird durch das Blutgefäß hindurch bis zum Herzen geschoben. An der Spitze vom Schlauch kann große Kälte oder Hitze erzeugt werden.

Bei der Pulmonalvenen-Isolation verödet man mit Kälte oder Hitze die Stelle, an der die Lungenvenen in das Herz münden. An dieser Stelle bilden sich nach der Behandlung Narben. Dann können die Herzströme an dieser Stelle nicht mehr so einfach durcheinander geraten.