Befunddolmetscher

Die Erklärungshilfe für Ihren medizinischen Befund.

Hüftdysplasie

CT Wirbelsäule

Über die Hüftgelenke sind die Beine mit dem Becken und dem Rumpf verbunden.

Das Hüftgelenk wird vom Oberschenkelknochen und vom Becken gebildet. Der Oberschenkelknochen bildet den kugelförmigen Gelenkkopf. Der Gelenkkopf liegt in einer Mulde im Becken. Diese Mulde wird auch Gelenkpfanne genannt.

Der Gelenkkopf wird zu mehr als zwei Drittel von der Gelenkpfanne umfasst. Zusätzlich wird die Gelenkpfanne durch eine Knorpellippe nach außen erweitert. Dadurch haben die Knochenpartner einen engen Kontakt zueinander. Das gewährleistet die nötige Stabilität des Gelenkes.

Von einer Hüftdysplasie spricht man, wenn eine Fehlbildung der Hüftgelenkspfanne vorliegt. Die Fehlbildung kann bereits angeboren oder erst im Kindesalter erworben worden sein. Sie tritt bei Mädchen häufiger auf als bei Jungen. Meist ist die Gelenkpfanne bei dieser Fehlbildung zu flach ausgebildet, um den Gelenkkopf richtig zu umschließen. Dadurch besteht die Gefahr, dass der Gelenkkopf aus der Pfanne rutscht. Außerdem wird das Körpergewicht über die fehlgebildete Gelenkpfanne nicht mehr gleichmäßig auf den Oberschenkelknochen übertragen. Diese Fehlbelastung kann einen verstärkten Verschleiß des Hüftgelenks nach sich ziehen.