Befunddolmetscher

Die Erklärungshilfe für Ihren medizinischen Befund.

CT Herz im Überblick

Das Wichtigste in Kürze

Die Computertomographie (kurz CT genannt) ist eine Untersuchung, bei der scheibenförmige Bilder von Ihrem Herzen gemacht werden. Bei einer CT-Untersuchung werden Röntgenstrahlen durch den Körper geschickt. Anschließend wird gemessen, wie viel von dieser Strahlung auf der anderen Seite des Körpers ankommt. Ein Computer rechnet die Messungen in Bilder des Herzens um.

Die verwendete Röntgenstrahlung kann das Erbgut von Zellen schädigen. Um unnötige Strahlen zu vermeiden, wird die Menge der Röntgenstrahlung Ihrem Körpergewicht und dem zu untersuchenden Körperabschnitt angepasst. Durch Weiterentwicklungen der Technik wird zusätzlich versucht, die Strahlung immer weiter zu verringern.

Die Computertomographie wird bei verschiedenen Fragestellungen und Krankheiten eingesetzt. Sie eignet sich sehr gut, um schnell Bilder des Herzens zu erhalten.

Was ist eine CT-Untersuchung und wozu wird sie gemacht?

Prinzip und Nutzen der CT-Untersuchung

Die CT ist eine Untersuchung, bei der Bilder von Ihrem Herzen gemacht werden. Ausgeschrieben heißt sie „Computertomographie“. Der Begriff „Computertomographie“ setzt sich aus mehreren Teilbegriffen zusammen. „Tome“ bedeutet „Schnitt“ und „graphein“ bedeutet „schreiben“. Die Informationen werden mit Hilfe des Computers erfasst, verarbeitet und als Schnittbilder dargestellt.

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Technik der CT-Untersuchung

Die CT-Untersuchung basiert auf Röntgenstrahlen. Sie ist im Vergleich zu einer normalen Röntgenuntersuchung mit einer deutlich höheren Strahlenbelastung für den Körper verbunden.

Röntgenstrahlen sind so genannte elektromagnetische Wellen. Zu dieser Art von Strahlen gehört zum Beispiel auch die UV-Strahlung, die einen Sonnenbrand verursachen kann.

Röntgenstrahlen enthalten Energie. Sie werden in einer Röntgenröhre erzeugt. Eine Röntgenröhre können Sie sich so ähnlich wie eine Lampe vorstellen, mit dem Unterschied, dass sie unsichtbare Röntgenstrahlung anstelle von Licht erzeugt. Die Röntgenröhre erzeugt nur dann Röntgenstrahlen, wenn an sie eine elektrische Spannung angelegt wird.

Bei der CT-Untersuchung durchdringt ein fächerförmiges Röntgenstrahlenbündel die zu untersuchende Körperschicht. Auf der gegenüberliegenden Seite werden die Signale von einem Empfänger, einer Art Kamera, aufgenommen. Man nennt diesen Empfänger auch Detektor. Über die Menge der auf den Empfänger treffenden Strahlen ist es möglich, Informationen über die dazwischen liegenden Körperabschnitte zu erhalten. Die Menge der Strahlen, die auf den Empfänger trifft, ist davon abhängig, wie dicht die Gewebe sind, durch die die Strahlen hindurch dringen. Sehr dichte Gewebe, wie zum Beispiel Knochen, sind weniger durchlässig für Röntgenstrahlung. Es gelangen also wenig Strahlen zum Empfänger. Dagegen sind Gewebe, die nur eine geringe Dichte haben, wie zum Beispiel Wasser, sehr durchlässig für Strahlen. Durch sie hindurch gelangen viele Röntgenstrahlen zum Empfänger.

Durch die verschiedenen Dichtewerte werden die einzelnen Bereiche im Herzen und um das Herz herum in unterschiedlichen Graustufen im Computertomographiebild wiedergegeben. Die einzelnen Graustufen können bestimmten Zahlenwerten zugeordnet werden. Die genauen Zahlenangaben werden in sogenannten Hounsfield-Einheiten ausgedrückt.

Um eine gute Übersicht über das Herz zu erhalten, wird das Herz auf den CT-Aufnahmen in scheibenförmige Bilder geschnitten. Sie können sich das so ähnlich vorstellen, als würde man eine Salami in Scheiben schneiden. Auf den CT-Bildern kann der Arzt Scheibe für Scheibe in Ihr Herz hineinschauen. Es wird dadurch möglich, die Form, die Lage, die Größe und die Beschaffenheit des Herzens zu beurteilen.

Während der Untersuchung werden in der Regel die Herzströme gemessen. Dadurch können Bilder zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt während eines Herzschlages angefertigt werden. Dies hilft dem Arzt, das Herz in den verschiedenen Phasen des Herzschlages besser zu beurteilen.

Warum wurde eine CT-Untersuchung vom Herz gemacht?

Der behandelnde Arzt möchte mit Hilfe der Computertomographie das Herz untersuchen. Möglicherweise haben Sie bestimmte Beschwerden, die den Arzt an eine Herzerkrankung denken lassen. Eine CT-Untersuchung des Herzens wird manchmal auch durchgeführt, um den Verlauf einer Krankheit, zum Beispiel nach einer Operation am Herzen, zu beurteilen.

Was kann der Arzt in den Aufnahmen des Herzens sehen?

Bei der CT-Untersuchung des Herzens kann der Arzt unter anderem die Größe der Herzkammern und der Herzvorhöfe beurteilen. Die Röntgenstrahlung, die bei einer CT-Untersuchung zum Einsatz kommt, kann jedoch das Erbgut von Zellen schädigen. Daher wird die CT meist erst durchgeführt, wenn mit Hilfe anderer Untersuchungen einige Fragen nicht geklärt werden konnten. Es können verschiedene Veränderungen am Herzen erkannt werden. Dazu gehören:

  • Veränderungen an den Blutgefäßen des Herzens (zum Beispiel Verkalkungen oder Verengungen)
  • Verkalkungen des Herzbeutels oder des Herzmuskels
  • Veränderungen an den Herzklappen
  • Ansammlung von Flüssigkeit im Raum um das Herz
  • Geschwulsterkrankungen
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Kontrastmittel

Für eine CT-Untersuchung des Herzens wird in vielen Fällen Kontrastmittel verwendet. Kontrastmittel ist ein Untersuchungsmittel, das dabei helfen soll, dass sich die einzelnen Bereiche des Herzens in der Untersuchung deutlicher voneinander abheben. Dadurch sind diese Bereiche im Bild besser zu erkennen und können eindeutiger untersucht werden.

Mit Hilfe eines Kontrastmittels können insbesondere die Blutgefäße und die Durchblutung des Herzens untersucht werden. Die Bereiche, die stark durchblutet werden, sind deutlicher hervorgehoben, weil dort über das Blut mehr Kontrastmittel hingelangt. Die Verteilung des Kontrastmittels im Herzen kann für den Arzt ein Hinweis auf krankhafte Veränderungen sein. Manchmal sind krankhafte Veränderungen sogar erst nach der Gabe von Kontrastmittel zu erkennen.

Für eine CT-Untersuchung des Herzens wird meist ein jodhaltiges Kontrastmittel verwendet. Dieses Kontrastmittel wird in ein Blutgefäß gespritzt. Das Kontrastmittel kann sowohl die Funktion der Schilddrüse als auch die Funktion der Nieren beeinflussen. Daher muss vor der Verwendung des Kontrastmittels mit einer Blutuntersuchung kontrolliert werden, ob Nieren und Schilddrüse normal arbeiten.

Eine Kontrastmittelgabe kann beispielsweise zum Nachweis von Veränderungen an den Blutgefäßen am Herzen und bei Geschwulsterkrankungen von Vorteil sein.

Letzte Änderung: 08.12.2014